Eivind Aarset entzieht sich einfachen Vergleichen. Sein Spiel greift zwar Einflüsse von Musikern wie Pat Metheny, Bill Frisell oder Brian Eno auf, entwickelt daraus aber eine eigenständige Klangsprache jenseits dieser Referenzen. Ursprünglich als Heavy-Metal-Gitarrist aktiv, fand er über die Improvisationsszene um Nils Petter Molvær zu einem eigenen musikalischen Ansatz, dem er seither treu geblieben ist – nicht stilistisch, sondern in seiner Haltung.
Sein 1998 erschienenes Debüt „Électronique Noire“ wurde von der New York Times als eines der bedeutendsten elektrischen Jazzalben der Post-Miles-Davis-Ära bezeichnet. Seitdem hat er seine Klangsprache kontinuierlich weiterentwickelt.
Man sucht nach Vergleichen und findet keine, die halten. Nicht Metheny, nicht Frisell, nicht Eno. Der norwegische Gitarrist Eivind Aarset benutzt Elemente von allen dreien, und am Ende klingt es wie nichts davon. Der Norweger, Jahrgang 1961, hat als Heavy-Metal-Gitarrist angefangen, ist über die Improvisation in den Kreis um Nils Petter Molvær geraten und dort geblieben. Nicht stilistisch, sondern haltungsmäßig. Sein Debüt „Électronique Noire" nannte die New York Times eines der besten elektrischen Jazzalben der Post-Miles-Davis-Ära. Das war 1998. Seither ist er nur besser geworden.
Sein Quartett ist eine Maschine eigener Art. Audun Erlien am Bass, dazu mit Wetle Holte und Erland Dahlen gleich zwei Schlagzeuger: Das verleiht dem Sound einen hypnotischen Doppelpuls. Die Gitarre bewegt sich mal wie ein vertrautes Instrument, mal löst sie sich auf in Timbres, die Synthesizer sein könnten, Streicher oder etwas, wofür es noch keinen Namen gibt. Das neue Album „Strange Hands" erscheint am 17. April 2026, das Festival fällt mitten in die Tour. Der Stadt.Bau.Raum mit seiner gläsern beleuchteten Bühne auf dem alten Bewetterungsschacht ist der passende Schauplatz, an dem Aarsets vexierhafte Klangwelten jenes Eigenleben entwickeln, das andernorts nur angedeutet werden kann.
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